,BLOG 01 
- UNSER REISEBEGINN


Es ist 21,30h der 31.12.2020 und wir sind bereit! Jetzt ist es wohl soweit und wir stellen uns die Frage ob wir nach 10 Jahren Planung und Organisation jetzt los fahren können? Wir sind total aufgeregt, haben Gänsehaut und auch ein mulmiges Gefühl. Die Stadt ist leer, keiner mehr da zum verabschieden, denn wir haben Lockdown und seit 20h gilt eine Ausgangssperre. So fahren wir zügig die 2 Kilometer zur Schweizer Grenze und sind überrascht, dass kein Zöllner an der Grenze steht um uns zu kontrollieren.

Juhu, der erste Schritt ist getan! Nach 2 Kilometern haben wir bereits das Ausland erreicht, den negativen PCR-Test im Gepäck und so sollte uns erst mal niemand mehr aufhalten und zurück nach Hause schicken können. Mit dieser Erleichterung fahren wir von Kreuzlingen bis kurz vor Bern auf einen Rasthof um das Neujahr zu begrüßen. Von Müdigkeit gepackt machen wir uns parat, die erste Nacht in unserem Bus zu schlafen. Wir werfen die Heizung an und bis zum Auftauchen der Straßenwacht morgens um 06h schlafen wir herrlich.

Mit Blick aus dem Fenster ist uns sofort klar, warum die Straßenwacht so früh am Morgen diesen Lärm macht. Es hat 40-50cm Neuschnee über Nacht runter gelassen und dieser muss jetzt von der Schweizer Autobahn geräumt werden. Für uns ein eindeutiges Zeichen Richtung Süden, der Sonne entgegen, weiter zu fahren. Also heißt es „NEXT STOP - Mittelmeer“. So entfliehen wir nach einem kurzen Kaffee dem Schneechaos über die Alpen. In Genf angekommen, geht es über die Grenze nach Frankreich. Auch hier keine Kontrollen an der Grenze, niemand da, alles leer. Also gut, dann fahren wir heiter weiter und erfreuen uns an dem ständig wärmer werdenen Klima. Dies lädt uns ein eine kleine Pause auf einem Rasthof zu machen. Unser Hund Yoko hat viel zu tun während dieser Pausen. Ständig neue Gerüche und viel unbekannte Natur gibt es für ihn zu erschnüffleln, was sehr anstrengend für einen Hund ist. So hat er aber genügend Auslauf und schläft während der Fahrt fast die gesamte Zeit.

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BLOG 02 
---> FRANKREICH WIR KOMMEN


Am Neujahrstag 2021 abends gegen 20h kommen wir endlich in "Saintes-Maries-de-la-Mer" an. Trotz geringer Temperaturen haben wir ein fettes Grinsen im Gesicht und können unser Glück kaum fassen. Sind wir jetzt wirklich für mindestens 2 Jahre auf Tour? Dieses Gefühl von Freiheit ohne Arbeitsdruck zu realisieren benötigt wohl noch einige Zeit und wir bekommen bei diesem Gedanken heute noch Gänsehaut.

Na ja und was macht man so als erstes wenn man auf Tour ist? Man trifft erst mal Freunde. Gleich am 2.ten Tag unserer Reise meldet sich ein sehr guter Freund vom Ferienhaus in Frankreich und lädt uns ein zu kommen. Klar, es sind nur 50 Kilometer und wenn wir mit leckerem Zitronenkuchen gelockt werden, kommen wir sehr gerne. Gesagt getan und so besuchen wir unseren guten Freund George in "Puissalicon". Es ist der leckerste Zitronenkuchen mit Zitronen von einem 200 Jahre alten Zitronenbaum aus eigenem Garten, der absolute WAHNSINN!

Mit frischer Stärkung und einem riesigen Sack voller super aromatischer Zitronen starten wir dann gegen Abend mit unserem Bus in Richtung Küste, der Sonne und dem Meer entgegen. Da kommt als Ziel nur Barcelona in Frage, da die Wetterprognosen für Frankreich Mittelmeer nicht unserem Sonnenwunsch entsprechen.

     


 --> SPANIEN, BIST DU DAS SONNENLAND?

Der vierte Tag auf Tour und bereits in Barcelona angekommen, geht es uns eigentlich viel zu schnell und Yoko ist auch nicht gerade ein Fan von langen Autofahrten. Da kommt uns Barcelona und Rainer, ein alter Freund, der hier residiert in den Sinn. So treffen wir Rainer um ein paar Stunden zusammen zu schnacken und den aktuellen Tratsch auszutauschen. Da Rainer noch so einiges zu tun hat und auf dem Sprung in unsere Heimat ist, trennen sich unsere Wege auch gleich wieder. Macht aber nix, Spanien bietet uns zum ersten Mal die 20 Grad und wir sind glücklich über das bisschen Wärme trotz Wind.

Die Nächte in Spanien sind auch im Januar sehr schnell kalt und so müssen wir zügig unsere Gasreserven auffüllen, was erst mal zu heftigen Problemen führt. Wenn man 10 Jahre plant und organisiert hört man so einiges und wir sind mit Adaptern auch auf spanische Gasflaschen vorbereitet. Problem nur, wenn man die falschen Adapter mitnimmt. Naja was soll’s, dann stellen wir eben auf eine spanische Flasche um und kaufen noch einen spanischen Adapter. Leider zu einfach gedacht, da die Anschlüsse im Bus nicht auf den neuen Schlauch passen und alles, was wir gebastelt haben passt nicht wirklich und ist somit gefährlich. Zum Glück finden wir Ron im Internet. Ron ist Holländer, spricht perfekt Deutsch und macht uns die Anschlüsse nach alter Handwerkerkunst zurecht. So fahren wir spät abends dann noch weiter um nachts um 04h zu merken, dass die Heizung ausgefallen ist. Na ja zum nachschauen ist es uns zu kalt und der Schlafsack hält uns ja noch schön warm bis zum Morgen. Nachdem Aufstehen kümmern wir uns um die Heizung und können kein Problem feststellen. Alles läuft wieder wunderbar und wir fahren weiter Richtung Süden, immer der Sonne hinterher. So genießen wir einen sonnigen Tag am "Cala de I´Aljub" und fotografieren das erste mal tolle Bilder mit Sonne und Meer. Das Gasproblem ist aber noch nicht ganz erledigt, wie wir wieder in der Nacht feststellen. Also recherchieren wir ein wenig im Netz und beim Lesen fällt Faxe sofort der Grund für den Ausfall der Heizung ein. Wir sind ja in Spanien und hier gibt es neben unserem Propan auch Butan als Gas. Generell ist beides verwendbar, jedoch mit einem großen Unterschied. Butan verflüssigt sich schneller bei kalten Temperaturen, sprich unter 10 Grad kann es zu Problemen kommen und unter 5 Grad geht gar nix mehr, was sich mit Propan anders verhält und somit wintertauglich ist. Fehler erkannt und ab zur nächsten Tankstelle um die Butanflasche gegen eine Propanflasche zu tauschen. Jetzt können wir wieder nachts heizen und warm schlafen.

Die Region um "Murcia" hat es uns auf unserer Reise zum ersten mal richtig angetan. Wir besuchen dort den "Parque Regional de Calblanque, Monte de las Cenizas y Pena del Aguila“. Eine grüne Oase an der vollbebauten Mittelmeerküste. Es sind stürmische Tage und nachts klopft dann sogar ein Ranger an unseren Bus. Unsere instinktive Alarmlage „YOKO GIB LAUT“ funktioniert bestens, denn der Ranger geht erst einmal 3 Schritte zurück. Nach einem kurzen Gespräch ist klar was er will. Der Sturm ist zu heftig und er muss den Park schließen. Aus Sicherheitsgründen darf sich dann aber niemand im Park aufhalten und so unternehmen wir gemeinsam mit dem Ranger nachts um 22h eine kleine Offroadtour um aus dem Park zu kommen. Es ist bestimmt besser so, denn die Wege waren schon auf der Hinfahrt etwas abenteuerlich, aber jetzt im Regen sind diese fast nicht mehr passierbar. Zum Glück führt uns der Ranger auf einen ruhigen Platz der sicher ist. Alles gut, nur dumm wenn man dann in der hintersten untersteten Ecke parkiert und am nächsten Morgen in einem Parkplatzteich aufwacht. Alles easy, bis auf die nassen Füße von Reike ist alles trocken geblieben. Auch können wir jetzt die  Spuren der Offroadtour vom Vorabend an unserem Bus bestaunen. Schlamm, Dreck und viel Schmutz überall….wir sind stolz wie Bolle und finden unseren Bus mit diesem Look noch viel interessanter.

Nach diesem Erlebnis geht es die Tage weiter in Richtung Süden bis in die Region von "Motril". Es ist eine tolle Zeit, warum? Wir lernen völlig unerwartet Katja mit Ihrem Freund und einem Ihrer Söhne an einem völlig unbekannten Strand für Touristen kennen. Kennt Ihr das, wenn Ihr jemanden das erste Mal seht und gleich ein richtig gutes Gefühl habt? So geht es uns mit Katja und ihrer Männer-Gang. So unterhalten wir uns mit etwas Wein gleich am Strand, finden einige gemeinsame Berührungspunkte und werden sofort für den nächsten Tag bei Katja eingeladen. Für uns ein seltsames Gefühl, gleich, direkt von jemanden eingeladen zu werden den wir keine 24h kennen. Aber dies war ja unter anderem auch ein Ziel der Reise, neue Menschen kennenzulernen. Also fahren wir gleich am nächsten Tag nach dem Frühstück zu Katja und sind gespannt, was uns dort erwartet. PURE MAGIE, was wir hier erleben dürfen! Katja hat sich einen zauberhaften Ort geschaffen mit Blick aufs Meer und einem riesigen, kunterbunten Garten. Dieser besteht aus Mango-, Orangen-, Zitronen-, Papaya-, und Avocado- Bäumen sowie wunderschönen Deko Stücken, die dieses mediterrane Flair noch unterstreichen. Für uns, mit dem kalten Wetter aus Deutschland im Gepäck, ein absolutes Paradies. Wir können den Bus direkt auf Katjas Terrasse abstellen und Yoko darf sich auf dem gesamten Grundstück mit den Hundedamen des Hauses herumtreiben. Als Katja am nächsten Morgen dann auch noch ihre Geige auspackt und nach dem Frühstück spielt, fällt es uns sehr schwer wieder zu gehen. Aber wir sind erst zwei Wochen unterwegs und wir möchten weiter, weiter Richtung Sonne, Strand und Meer, den noch angenehmeren Temperaturen entgegen.

     
Und so ist es jetzt Zeit für uns weiter zu fahren, auch wenn es nur wenige Kilometer sind bis zum nächsten Strand. Wir haben bei Katja wohl etwas ausgelöst?!... Denn wir finden am nächsten Morgen eine riesige Tüte mit einer Auswahl an Früchten aus Katjas Garten sowie einer Flasche selbst gepresstem Orangensaft vor unserer Busstüre. Wahnsinn, es ist Obst für mehr als eine Woche und lecker ohne Ende. Danke liebe Katja, wir kommen auf jeden Fall zurück und besuchen Dich!

Nun befinden wir uns kurz vor Malaga und die COVID-Zahlen steigen und steigen. Regionen werden teilweise abgeriegelt und wir überlegen uns, wie wir weiter reisen wollen. Da kommt uns der kleine Nationalpark „Acantilados de Maro-Cerro Gordo“, kurz vor der Regionsgrenze zu Malaga gerade recht.

Dort finden wir einen Parkplatz direkt am Strand, fern von der Stadt, mitten im Grünen. Einzig das kleine Fischestaurant „La Barraca“ am „Playa Nudist de Cantarrijan“ ist geöffnet. Dies ist übrigens sehr zu empfehlen. Das Essen dort ist lecker und wir haben auch die Möglichkeit unsere Toilette dort zu entleeren. Eine Wasserquelle ist auch nicht weit und so verbringen wir an diesem schönen Ort fast eine Woche mit etwas Wandern und viel Faulenzen. Reike nutzt die Zeit, um ihren, wie sie immer sagt “40 Jahre alten Markenqualitätsschlafsack“ aus Daunen zu flicken, da seine Nähte ständig aufplatzen. Dies funktioniert wunderbar am Strand, da doch immer ein recht kühler Wind pfeift und sie sich nach der Flickaktion gemütlich in den Schlafsack kuscheln kann. Auch eine neue Frisur für Faxe steht an. Hocker vor den Van, Schermaschine in die Hand und schwupp hat der Kerle wieder eine ordentliche Frisur.

An diesem wundervollen Ort lernen wir auch ein nettes französisches Paar kennen,. Aureli und Maxim, die mit ihrem Junghund Jo im Wohnmobil unterwegs sind. Wir haben eine Menge Spaß mit den dreien, vor allem kann Faxe seine Hunde Trainingskünste mal wieder voll einsetzen. Dieser kleine freche Bodenco ist noch sehr schreckhaft und unser Pärchen recht unerfahren im Umgang mit Hunden und ihrer Erziehung. Yoko und Jo verstehen sich prima und fressen ziemlich alles, was auf dem Gelände so zu finden ist. Davon sind wir alle natürlich nicht allzu sehr begeistert. Es gefällt uns so gut an diesem Platz, dass wir zusammen noch eine Weile bleiben und schöne Momente miteinander verbringen. Da wir aber auf einem Parkplatz im Naturschutzgebiet stehen, werden wir eines Abends jäh aus unserer Euphorie aufgeschreckt. Die Polizei löst einen gemütlichen Abend zu viert bei Wein und Musik auf und verweist uns vom Parkplatz. Es ist alles halb so wild, die Ordnungshüter sind freundlich aber bestimmt und schicken uns gemeinsam auf den Parkplatz oben an der Straße. Am nächsten Morgen wird es Zeit weiter zu fahren. Unsere Wege trennen sich und wir fahren wie immer weiter Richtung Sonne, Strand und Meer der Wärme entgegen.

Jetzt wird’s lustig: Wir beschliessen auf einen Campingplatz zu fahren um unsere Batterien aufzuladen (wenn das Wetter nicht mitmacht, nutzt ein Solarpanel auch nicht übermäßig gut) und Wäsche zu waschen. Wir finden in "La Herradura" einen recht hübschen Platz mit seltsamen Leuten. In Südspanien gibt es viele Engländer, vereinzelt Holländer und auch Deutsche. So auch zu dieser Zeit. Alleinstehende Mütter, die mit ihren Kindern im Wohnmobil unterwegs sind. Sehr spezielle Deutsche, die ihrer ewigen Ordnung und Gründlichkeit alle Ehre machen. Und nicht zu vergessen, die völlig gechillten Spanier, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Wir gehen unserem gesetzten Plan nach und beginnen mit der Arbeit. Reike ist etwas verwirrt und erwischt ein 5-Stündiges Waschprogramm, was uns einen Haufen Geld kostet, bis ihr eine freundliche Engländerin die Funktionen der Maschinen erklärt. Zum Glück ist genau an diesem Tag keine Wolke am Himmel und es weht ein extrem starker, warmer Wind. Somit ist die Wäsche, die wir morgens aufgehängt haben, abends komplett getrocknet. Sensationell!!! Das Glück reist so gut wie immer mit uns mit. Während unsere Wäsche im Wind baumelt, sitzen wir vor unserem Büssle und schauen zu, was sich so um uns herum abspielt. Ein englischer Junge, ca. 8 Jahre alt, erzählt uns lauter seltsame Geschichten von sich selbst, bis wir bemerken, dass er uns ständig irgend einen Bären aufbindet, also Kinder-Fantasy live. Die Engländer auf dem Platz feiern am Abend ein recht gemütliches, sowie sehr lautes Beisammensein und wir veranstalten unsere eigene Party mit einer neuen Form von Lichttechnik, eigens genannt: "der Herdflow". Ausserdem wird die Reike vom Faxe reingelegt. Als sich die Reike ins Bett legt, steht unsere Soundbox ebenfalls unauffällig im Bett. Faxe schleicht sich nach draussen und dreht die Musik so laut, dass Reike fast aus dem Bett fällt. Super Streich - super Idee! Am nächsten Tag nach getaner Arbeit auf diesem Campingplatz, also Wäschemarathon und Batterienladesession, machen wir uns einen Tag später wieder auf den Weg Richtung Sonne, Strand und Meer.

Nächste Station "Vélez Málaga" mit einem ziemlich langen, grauen Sandstrand und Parkmöglichkeiten am Rand. Dahinter viele Obst- und Gemüseplantagen die sich entlang der ganzen spanischen Mittelmeerküste ab "Almeria" erstrecken. Da stehen auch schon ein paar wenige Camper und wir denken das passt wenn wir uns mit 30 Meter Abstand dazu stellen. Wir besitzen mega grobe Profilreifen, haben unseren "Sir Franz-Wilhelm" höher legen lassen und genießen einen Unterbodenschutz um genau solch sandige Wege fahren zu können. Wir suchen uns einen schönen Platz vor einem kleinen Hügel mit Schilf. Dummerweise entpuppt sich dieser Platz als sehr unpassend, da unter einem Sandhaufen ein großen Stein liegt. Einmal reingefahren, am Stein hängengeblieben, Reifen durchgedreht und da stecken wir nun tief im Sand fest. Unser zukünftiger Nachbar sitzt gemütlich mit einem Bier vor seinem Bulli und beobachtet das Spektakel äußerst belustigt. Natürlich bietet er uns freundlich seine Hilfe an, aber wir sind ja die absoluten Profis mit passendem Equipment und sollten erst mal alleine klar kommen. Also, die wichtigsten Hilfsmittel ausgepackt, angefangen zu buddeln und
die Rampen untergeschoben….Alles gar kein Problem!

Eine halbe Stunde später nach dem 3. Anlauf, haben wir unser Büssle wieder draußen. Der Nachbar ist sichtlich beeindruckt und meint, es war das aufregendste Ereignis was er die letzte Zeit in seinem Urlaub erlebt hat. Nachdem wir uns endlich den richtigen Platz am Rande des Strandes ergattert haben und die optimale Position für unser Fahrzeug finden, können wir wieder durchatmen. Wir erkunden erst einmal die Gegend und freuen uns über ein recht abwechslungsreiches Programm. Ein dunkler mystischer Palmenwald direkt am Strand, in dem Totenstille herrscht. Es riecht dort irgendwie nach faulem Gemüse. Zuerst überlegen wir ob der Gestank von den Plantagen her kommt, doch in diesem Wald gibt es auch, wie bei unseren Wäldern viel Todholz bzw. verrottete Planzen und diese riechen echt streng. Nach diesem Abstecher in den Wald laufen wir den einsamen Strand weiter entlang. Nix da, einsam! Plötzlich begegnen uns ein Haufen Leute, fast alle Hundebesitzer. Es kommt eine ewig hohe Mauer und dann wird uns klar auf was wir gestoßen sind. Ein hundsgewöhnlicher FKK Campingplatz mit vielen Hundebesitzern die hier Urlaub machen und natürlich am Strand Gassi gehen. Nach einem netten Gespräch mit einer Besitzerin von 6 Hündinnen, machen wir uns wieder auf den Rückweg. Auf der Hälfte des Weges, in einem Schilffeld steht ein uraltes umgebautes Reisemobil mit einem halben PKW auf dem Dach. Dort haust ein Mann mit seiner Hündin, typischer Aussteiger, der ursprünglich aus der Nähe unserer Heimat kommt und dort eine Kneipe hatte. Der Arme ist tatsächlich in Spanien hängen geblieben, weil er sich einfach nicht mehr traut weiter zu reisen - Schuld für dieses Dilemma sei für ihn Covid. Nach einem intensiven Gespräch über dieses und noch viele Themen mehr, schlendern wir wieder zu unserem Mobil. Während des Aufenthaltes an diesem Strand, entspannen wir uns doch recht gut, spielen mit Yoko das "Such die Maus im Sand Buddel Spiel", bleiben 3 Tage und lernen flüchtig noch ziemlich interessante Menschen und deren Gewohnheiten während des Reisens kennen. Lustige Franzosen, die ihre Campingtoilette am helllichten Tag einfach ins Schilf kippen. Sehr junge französische Mädels, die demonstrativ mit ihrem Spaten Richtung Palmenwald unterwegs sind um ihre Geschäfte zu verrichten (super cool). Gechillte meditierende Spanier, die abends singen und Ukulele spielen sowie ein großer Rüde unserer Nachbarn, den Yoko nicht leiden kann, der aber geduldig vor unserem Fahrzeug auf Yoko wartet um Freundschaft zu schließen. Und zu guter Letzt Faxes zweiter Drohnen Flug, der einen wunderschönen Film über dem Strand zutage bringt.

Gibraltar sollte als nächstes auf dem Plan stehen, doch aufgrund der Covid Zahlen umfahren wir dieses Gebiet weitgehend und steuern "Tarifa" an, die total hippe "Surfer Kleinmetropole“, Anziehungspunkt für alle, die auf den Boards im Meer unterwegs sind.

...Wie es weiter geht mit uns an der Atlantikküste und was wir erleben, schreiben wir Euch in den nächsten Tagen.

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